Forum Welternährung

02.10.2019
18:30

100% ökologischer Landbau in Bhutan - Utopie oder tragfähige Vision?

Am Mittwoch, den 2. Oktober 2019, um 18.30 Uhr, lädt das Museum Brot und Kunst erstmals zu seiner neuen Veranstaltungsreihe „Forum Welternährung“ ein. Thema des Diskussionsabends sind die Möglichkeiten und Schwierigkeiten des ökologischen Landbaus weltweit. Gäste des Abends sind Dr. Sabine Zikeli vom Zentrum Ökologischer Landbau und Dr. Arndt Feuerbacher vom Fachgebiet Agrar- und Ernährungspolitik der Universität Hohenheim.

Brennende Regenwälder im Amazonas, zunehmendes Insektensterben und eine sich ausweitende Massentierhaltung: Viele aktuelle und gesellschaftlich dringliche Themen stehen mit dem Ruf nach einer nachhaltigeren Landwirtschaft in Verbindung.
Während in unseren Breitengraden ein Glyphosatverbot oder eine strengere Durchsetzung der Düngerverordnung diskutiert wird, gehen anderer Ortens Staaten mit wesentlich ambitionierteren politischen Zielen voran. Fast unbemerkt hat der indische Staat Sikkim seinen regionalen Agrarsektor mit einem Verbot von Mineraldünger und Pestiziden umgekrempelt. Nicht weit entfernt, in den östlichen Ausläufern des Himalayas, hat das kleine Königreich Bhutan ebenfalls das Ziel verkündigt, bis 2030 den Agrarsektor auf 100% Ökolandwirtschaft umzustellen – als erster Nationalstaat überhaupt. Vor kurzem folgte Kirgisien in Zentralasien mit seiner Ankündigung und in dem östlichen indischen Staat Andra Pradesh bekommt schon seit geraumer Zeit der Ansatz des „Zero Budget Natural Farming“, eine Art „Ökolandbau +“ kometenhaften Zulauf unter den meist verschuldeten Kleinbauern.
Welchen Beitrag zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft bieten derart umfängliche und fast schon radikale Ansätze? Welche Herausforderungen und Konsequenzen sind dabei zu erwarten? Und vor allem was können unsere politischen Entscheidungsträger davon lernen? Diese und noch viel mehr Fragen stehen im Zentrum dreier Impulsvorträge von Dr. Sabine Zikeli und Dr. Arndt Feuerbacher der Universität Hohenheim, die Sie mit den Besuchern diskutieren möchten.

Eintritt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro