blind taste

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„Blind Taste“ Brotverkostung im Museum Brot und Kunst Was macht eigentlich ein gutes Brot aus? Kann man einzelne Zutaten, Triebmittel und Backverfahren tatsächlich herausschmecken? Um Antworten auf diese und andere Fragen näher zu kommen, lud das Museum Brot und Kunst am Samstag, den 16. November 2019 seine Besucher zu einer ungewöhnlichen Brotverkostung mit Bäckermeister und Brotsommelier Steffen Mahl aus Bietigheim-Bissingen ein. Grundidee war, eine breit gefächerte Auswahl verschiedener Brotsorten „blind“ zu verkosten, den richtigen Beschreibungen zuzuordnen und dann auch selbst zu bewerten. Steffen Mahl, Inhaber der Bäckerei Stöckle in Bietigheim-Bissingen und geprüfter Brotsommelier hatte dafür aus seinem Sortiment neun charaktervolle Brote ausgewählt und mit ins Museum gebracht. In seiner täglichen Arbeit ist es ihm ein wichtiges Anliegen, Brote von hoher Qualität und in erstaunlicher Vielfalt herzustellen. Den Teilnehmern der Brotverkostung gab er deshalb auch gerne Gelegenheit, ihren Geschmackssinn an seinen Backwaren zu erproben. Obwohl den Besuchern eine Liste mit detaillierten Beschreibungen der einzelnen Brotsorten an die Hand gegeben wurde, denen sie die Brotproben zuordnen sollten, fanden dies die meisten gar nicht einfach. Lediglich drei Teilnehmer hatten am Ende alle Brotproben richtig zugeordnet. Steffen Mahl, der alle dazu ermutigte, trotz anfänglicher Unsicherheiten, auf ihren Geschmackssinn zu vertrauen, ergänzte bei der Auflösung die Beschreibungen der Brotsorten mit weiteren interessanten Informationen und gab den Amateurbäckern immer wieder wertvolle Tipps. Die zahlreichen Fragen des Publikums beantwortete er ebenso kompetent wie unterhaltsam. Für die Teilnehmer war es eine neue und tolle Erfahrung, so aufmerksam zu schmecken und möglichst viele Geschmacksnoten herauszufinden. Sie bewunderten nicht nur die ganz unterschiedlichen, leckeren Broten, sondern auch die Fähigkeiten des Brotsommeliers, so viele Einzelheiten herauszuschmecken und zu beschreiben. Selbst das Filmteam des SWR, das für einen Beitrag bei der Veranstaltung drehte zeigte sich beeindruckt.