Was is(s)t die Welt?

Fotografien von Peter Menzel
07.02.2016 – 24.04.2016

Was is(s)t die Welt?

Was is(s)t die Welt?

Die Ausstellung spannt einen Bogen um die ganze Welt. Sie zeigt die Vielfalt unserer Nahrungsmittel, aber auch, wie ungleich diese verteilt sind. Peter Menzel reiste in 20 verschiedene Länder und fotografierte jeweils eine Familie zusammen mit den Lebensmitteln, die sie innerhalb einer Woche verbrauchte. Entstanden sind dabei bunte Tableaus, die viel über Ernährung, Überfluss, Mangel und Verpackung erzählen, aber auch über Menschen, Familien und ihr Wohnumfeld.
Mit zunehmender Industrialisierung und Globalisierung gleichen sich die Angebote in den Supermärkten international an, so dass sich Essen in Kuwait nicht so wesentlich von den USA oder Deutschland unterscheidet. Industriell verarbeitete Lebensmittel, tiefgekühltes Fleisch, gefrorener Fisch – alles ist immer verfügbar. Die Nahrungsmittel werden häufig um den ganzen Globus transportiert. Erdbeeren, Mangos, Spargel essen wir, wann immer wir Lust darauf haben, unabhängig von den Jahreszeiten. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern sieht das ganz anders aus. Hier leben die Menschen, vor allem in kleineren Städten, häufig von dem, was es auf den regionalen Märkten zu kaufen gibt, regionales Obst und Gemüse, Bohnen, Gewürze und anderes, das wir oft gar nicht kennen.
Jeden Tag satt zu werden ist für viele ein Traum. Jeder siebte Mensch auf der Welt hungert, obwohl eigentlich genug Nahrungsmittel für die Weltbevölkerung erzeugt werden. Vor allem in Asien und Afrika südlich der Sahara, hungern Menschen, hauptsächlich, weil sie zu arm sind, um genug Nahrung zu kaufen. Doch auch satt werden heißt nicht automatisch, dass man sich gesund ernährt. Bei vielen Menschen reicht das Geld gerade aus, um den Magen zu füllen; oft fehlen Vitamine und lebenswichtige Mineralstoffe. Bis 2050, so Prognosen, wächst die Weltbevölkerung von derzeit 6 auf 10 Milliarden Menschen an. Die Herausforderung, alle Menschen zu ernähren und dabei die natürlichen Ressourcen zu schonen, ist ein zentrales globales Zukunftsthema, an dem sich nicht nur Wohlstand und Hunger, sondern auch Krieg und Frieden entscheiden werden.
Die Ausstellung „Was is(s) t die Welt?“ wurde in Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) produziert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zur Verfügung gestellt.